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Aufenthalt in Braunschweig

BenutzerBeitrag

11:09
28. Juli 2010


Informer

Gast

Posted Tuesday, 30. March 2010 @ 20:41:26   

Liebe Mitglieder des Forums,
seit gestern bin ich nach über zweiwöchigem Aufenthalt in der Klinik am Zuckerberg wieder zu Hause. Dank der Beiträge hier bin ich ganz entspannt dorthin aufgebrochen. Mein Mann brachte mich hin und mußte auch gleich wieder zurück. Ich wurde sehr freundlich empfangen und konnte mich im Restaurant gleich darauf einstellen, was ich in den nächsten Tagen zu Essen bekommen würde. Während mein Mann ein Holzfällersteak vertilgte, mußte ich mich mit einer dünnen Brühe zufrieden geben. Das tat ich aber gerne, wußte ich doch, wofür es gut ist. Nachdem ich mich im Zimmer eingerichtet hatte, wurde mir die Abführzeremonie erklärt, mit der ich gleich begann. Ich hätte nicht gedacht, daß die einen so von den Füßen holen kann. Montags sollte die erste OP stattfinden. Man rief mich an, ich nahm die Beruhigungspillen ein und wurde ca. 40 Minuten später in den OP begleitet. Mir wurde eine Braunüle gelegt. Die Pillen haben wunderbar gewirkt, denn ich habe mich gar nicht aufgeregt, als ich im Vorbereitungsraum erfuhr, daß man mich 2 Stunden zu früh abgeholt hatte. Ich wollte allerdings dann auf dem Zimmer warten, weil es im OP-Trakt doch sehr kalt ist. Als niemand kam, um mich in mein Zimmer zurückzubringen, machte ich mich selber auf den Weg. Ich muß jetzt noch über die entsetzten Gesichter einiger OP-Mitarbeiter grinsen, die ich fragte, ob denn das die Tür nach draussen sei. Sie dachten wohl, daß ich kneifen würde oder so sediert bin, daß ich nicht mehr weiß, was ich tue. Nach einer kurzen Erklärung war auch flugs eine Begleitung für mich da. Die Anästhesistin verordnete mir für die restliche Wartezeit noch eine Nirwana-Pille. Die hatte ich kaum runtergeschluckt, als ich erfuhr, daß an dem Tag aus der OP gar nichts mehr werden würde. Herr Dr. Kruschinski war nach mehreren OP's mit unerwarteten Komplikationen so erschöpft, daß er meine auf den Mittwoch verschob. Auch das regte mich nicht auf, weil ich die Entscheidung für eine kluge hielt.

Mittwochs fand dann die erste OP statt, bei der leider zur besseren Sicht Gas eingesetzt und der Darm genäht werden mußten, so daß kein Gel eingebracht werden konnte. Allerdings wurden die umfangreichen Verwachsungen gelöst und das Gel sollte dann beim Second-Look eingebracht werden. Der fand dann Montags statt und leider waren ein Teil der Verwachsungen zurückgekehrt. Diese mußten wiederum gelöst werden und das noch blutige Bauchfell und auch ein bischen Gas machten den Einsatz des Gels wiederum unmöglich. Ich sah schon all meine Felle davonschwimmen und rechnete schon fast nicht mehr mit einem guten Ausgang. Ich mußte mich – auch nachts – alle 30 Minuten drehen und war vom Schlafmangel und den Koliken, die die Drainagen mir bescherten, völlig geschafft. Beim Third-Look donnerstags stellte sich dann heraus, daß sich keine neuen Verwachsungen mehr gebildet hatten. Der Bauch wurde wiederum gespült und der Einsatz des Gels war nicht mehr nötig. Nachdem alle Werte in Ordnung waren, konnte ich dann gestern nach Hause.

Ich habe mich doch sehr davon kriegen lassen, das ich las "Chirurgie und trotzdem Urlaub". Aber das ganze war kein Spaziergang. 3 Vollnarkosen, 3 Drainagen, ständig durchnässt von der Spülflüssigkeit, kaputt vom Schlafmangel, unterzuckert wegen der flüssigen Ernährung, keine intakte Vene mehr für Braunülen, gequält von Koliken durch die Drainagen, hätte ich in einem "normalen" Krankenhaus wohl nicht so verarbeitet wie in dieser Klinik. Nachts konnte ich mich wegen der Koliken nicht drehen und hatte Angst, deswegen den Erfolg zu gefährden. Die beiden Nachtschwestern, Ninja und Agnes, kann ich nur als Engel bezeichnen. Eine tröstete mich, eine massierte mich, beide halfen beim Drehen und waren – so kam es mir vor – die 3 Nächte nur in meinem Zimmer. Die Schwestern im Aufwachraum, die Tagesschwestern, die ich gar nicht alle aufzählen kann, kümmerten sich ebenso liebevoll um mich. Jeder nahm Anteil, die Restaurantfrauen, die Dame, die putzte, wirklich jeder hatte ein aufmunterndes Wort für mich. Als der Kostaufbau begann, kamen der Chefkoch oder der Beikoch und fragten, womit sie mir eine Freude machen könnten. All das kann ich nur als einmalig bezeichnen.

Ich konnte es gar nicht gleich erfassen, als Herr Dr. Kruschinski mir das für mich optimale OP-Ergebnis mitteilte und das er gar kein Gel gebraucht hat. Das war natürlich eine schöne Dreingabe, spart es doch viel Geld.

Nach menschlichem Ermessen hat mein Leidensweg dank der begnadeten Hände von Herrn Dr. Kruschinski sein Ende gefunden. Natürlich ist der Heilungsprozeß noch nicht abgeschlossen. Ich werde nun hier zu Hause alles tun, daß es so bleibt, wie es ist. So wie ich nach der ersten OP sagen konnte, daß ich wieder Verwachsungen spürte, kann ich nach dem Third-Look sagen, daß sich alles in meinem Bauch anders anfühlt. Ich warte förmlich auf die so vertrauten Schmerzattacken, aber es kommen keine. Als meine Därme wegen der doch sparsamen Ernährung vernehmlich grummelten, habe ich mich umgeschaut, wer denn da solch einen Hunger hat. Das Geräusch hatte ich aus meinem Bauch Jahre nicht mehr gehört.

Das Fazit ist klar: Herr Dr. Kruschinski hat mir zur Gesundheit verholfen und ich wünsche noch vielen Verwachsungspatienten, daß sie sich aufrappeln, diesen Weg zu gehen. Vorrangig werde ich meinem Hausarzt und meiner Gynäkologin von diesem wunderbaren Erfolg berichten und hoffen, daß diese beiden Ärzte Patienten und Kollegen berichten und sich so der Kreis erweitert.

Ich richte meinen Dank noch einmal an das gesamte Team der Klinik am Zuckerberg und natürlich an Herrn Dr. Kruschinski, die einen tollen Job gemacht haben.

Anna

 

Posted Monday, 31. May 2010 @ 09:03:02   

Hallo Anna, jetzt sind ja ein paar Monate ins Land gegangen. Geht es Dir noch gut? Ich hoffe doch sehr, dass sich die Strapazen gelohnt haben. Kannst ja ab und an mal berichten….

Liebe Grüße 
SchaPu

 

Posted Sunday, 13. June 2010 @ 21:24:07   

Liebe SchaPu,
vielen Dank für die Nachfrage. Entschuldige die späte Antwort, aber kurz vor den Ferien muß ich wirklich viel arbeiten.

Die Strapazen haben sich gelohnt. Es geht mir so gut wie seit Jahren nicht mehr. Die Schmerzattacken sind weg, die Verdauung ist geregelt. Ich bin insgesamt beweglicher und kann aktiver sein. Allerdings achte ich noch immer darauf, nicht schwer zu tragen und vermeide starke körperliche Belastung. Ende Juni ist dann der Zeitraum von 3 Monaten vorbei, in denen man sich schonen soll.

Ernährt habe ich mich auch darmschonend, zumindest bis zu dem Zeitpunkt, von dem ich dachte, nun ist es aber damit auch gut. Das war vor ca. 14 Tagen und in der Woche gab es alles auf dem Speiseplan, was ich mir versagt hatte (Kohl, Zwiebeln, frisches Obst nach dem Essen). Ich habe allerdings schnell gemerkt, daß mir das mein Bauch noch übel nimmt, denn ich bekam ziemlich starke Krämpfe. Nun habe ich das Zeug wieder gestrichen und alles ist in Ordnung.

Wenn es denn noch mal nötig wäre, würde ich mich sofort wieder von Herrn Dr. Kruschinski behandeln lassen. Da gibt es für mich aber auch gar keine Alternative. Mein Hausarzt war begeistert und hat sich alles über Endogyn notiert. Anfang Juli steht der Kontrolltermin bei der Gynäkologin an, mal sehen, was die Dame meint.

Du siehst also, alles ist prima. Ich hoffe, daß diese paar Zeilen noch mehr Patienten überzeugen, sich vertrauensvoll an Herrn Dr. Kruschinski zu wenden.

In 4 Wochen fahren wir in Urlaub nach Frankreich und das tue ich seit Jahren ohne Angstgefühle davor, ob ich durch die andere Ernährung Probleme mit meinem Bauch bekomme und dort zum Arzt muss – oder gar mit einem Darmverschluß ins Krankenhaus. Vorgekommen ist das noch nie, aber dieses Jahr brauche ich darüber gar nicht erst nachzudenken. Einfach schön.

Ich wünsche allen Teilnehmern des Forums einen schönen Sommer und bedanke mich für das Interesse an meiner Geschichte.


Liebe Grüße 
Anna



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