Gaslose Laparoskopie-gaslose Bauchspiegelung: Kritik ohne Substanz.
„Kritik der gaslosen Technik“
Beim „Googeln“ ist mir eine besondere Seite im Internet aufgefallen, die sich INTENSIV mit der Technik der „gaslosen Laparoskopie“ auseinandersetzt und von anderen als Argumentation gegen die Technik der gaslosen Laparoskopie zitiert wird.
Ambulante Operateure und Kollegen in einer ambulanten Praxis üben an dem Verfahren der „gaslosen Laparoskopie“ Kritik, obwohl es von den Kollegen nicht angewendet wird. Frühere Techniken der gaslosen Operationsmethoden mögen im Einzelnen diverse Nachteile aufweisen. Deshalb haben wir uns damit lange und intensiv beschäftigt und die Methode durch neue Hebetechniken so verfeinert und weiterentwickelt, dass die früheren Nachteile der gaslosen Methoden eliminiert sind.
Auch insbesondere mit der von uns entwickelten Technik der Lift-Laparoskopie mit dem Abdo-Lift haben die Kollegen keine Erfahrung sammeln können.
Es ist auch deutlich erkennbar, dass die Kollegen eigentlich überhaupt keine Ahnung haben, wovon sie da reden
Zitat:
"Gaslose Laparoskopie = Raumluft-Laparoskopie
Diese Methode findet in unserer Region noch vereinzelt Anwendung. Wir werden gelegentlich von Patientinnen hierauf angesprochen.
Entwickelt wurde der sog. "Lapro-Lift" zu Beginn der 90er Jahre von Jörg Keckstein (Österreich, seinerzeit Oberarzt an der Universität Ulm). Keckstein selbst verwendet die Technik heute nicht mehr.
Der Hersteller, die Firma STORZ in Tuttlingen, hat den Lapro-Lift im Jahre 2006 wieder vom Markt genommen.
Es handelt sich um eine einfache Variante der Laparoskopie, die in den 90er Jahren in Deutschland erstmals Aufmerksamkeit erzielte, sich aber im Gegensatz zur Standard-Laparoskopie weder im Fach Chirurgie noch im Fach Gynäkologie durchsetzen konnte."
Das "gelegentliche" spiegelt sich wieder in 10.000 Besucher auf unseren Webseiten TÄGLICH.
Entwickelt wurde der sog. Laparo-Lift (nicht LaproLift) im Jahre 1990 von der Firma ORIGIN und hat mit Keckstein nichts zu tun.
Jörg Keckstein hat einen "Endo-Lift" entwickelt, der aber NIE Produktionsreife erlangte, weil die SICHT nicht ausreichend war, also einer der wichtigsten Nachteile der FRÜHEREN gaslosen Techniken zeigte, weshalb sich die Methode nicht durchsetzen konnte.
Wir haben 1998 den "Abdo-Lift" entwickelt, der eine optimale Sicht im Bauchraum bietet und somit die Nachteile der früheren gaslosen Systeme eliminiert. Er wird jetzt in der neuen Version "Abdo-Lift Carbon" von der Firma EndoSurgery Ltd. produziert.
Das sich die gaslose Lift-Technik durchsetzt, sieht man daran, dass sogar Vorreiter und Pioniere der Laparoskopie wie Victor Gomel und Errico Zupi (Vice president der AAGL) die Technik selber einsetzen:
Endlich begreifen es auch die Pioniere !
Zurück zu den Kollegen des Artikels:
Die Technik der Lift-Laparoskopie bietet in der ambulanten Medizin, der kleinsten operativen Eingriffe, auch keine Vorteile, denn ambulante Operateure führen meistens Operationen mit kurzer Dauer (z.B. Sterilisation oder Zystenentfernung) durch. Die Vorteile der gaslosen Operationen kommen aber erst bei größeren OPERATIVEN Eingriffen mit längerer Operationsdauer zum Tragen .
Aber:
Warum haben es die Kollegen nötig, AKTIV deren Ausführungen zur „gaslosen Laparoskopie“ auf ihrer Webseite in die Suchmaschinen hoch zu platzieren (siehe Google >
Warum müssen ärztliche Kollegen eine Methode, die sie NICHT anwenden, öffentlich per Internet kritisieren ?
Bringt ihnen das mehr Patienten ?
Kämpfen sie gegen eine Methode, die Sie nicht einmal kennen ?
Wollen sie erreichen, dass sich die Methode nicht durchsetzt ?
Wollen sie Patienten anderen Ärzten abwerben ?
Auch unser Pionier der Laparoskopie, Herr Prof. Kurt Semm wurde in den 70 Jahren angefeindet und angegriffen und mit Scharlatan beschimpft, als er die ersten Bauchspiegelungen durchgeführt hat und der Welt zeigte, dass auf Bauchschnitte verzichtet werden kann…
Heute ist die Technik der Laparoskopie mit Gas, wegen der er angefeindet wurde, angeblich „Methode der Wahl“ ….
Sie ist es aber leider eben noch nicht, denn sie hat sich noch nicht einmal durchgesetzt ! Immer noch werden weltweit 65% der Gebärmutterentfernungen per Bauchschnitt und 35% durch die Scheide durchgeführt. Nur 5 % werden per Bauchspiegelung durchgeführt. Deshalb ist die Methode der Laparoskopie mit Gas per se NOCH eine Außenseitermethode und wird nicht überall für größere Eingriffe angeboten.
Die Technik der Laparoskopie mit CO2-Gas ist eine Technik, die sich, so wie sie zur Zeit meistens angewendet wird, "flächendeckend" langfristig auch nicht durchsetzen wird, da sie zu teuer und zu schwer zu erlernen ist, um nur zwei Gründe zu nennen. Deshalb stagniert weltweit die Verbreitung der Laparoskopie und es bleiben halt nur 5 % der Operateure, die die Bauchspiegelung einsetzen, sie verfeinern und technisieren und dadurch noch unerschwinglicher für die meisten Länder, Chirurgen und Krankenhäuser machen.
Die kritische Auseinandersetzung mit der Technik der Methode ist deshalb sinnvoll und zwingend notwendig, damit wir nicht am Ende als Mediziningenieure landen…
Welcher Fortschritt ist sinnvoll und machbar ?
Mediziningenieur ?
Anstatt z.B. das CO2-Gas wegzulassen, das in Studien als schädlich (z.B. Sauerstoffmangel in Zellen, Ansäuerung von Zellen im Organismus) bewiesen ist (*), welches Verwachsungen
verursachen kann, werden als Rückschlüsse aus diesen Studien, neue Insufflationsgeräte entwickelt, um diese schädlichen Effekte durch Zugabe von Sauerstoff z.B. zu elminieren.
Wo gehen wir hin ?
Mediziningenieur ?
Anstatt es einfach zu machen, wird es noch komplizierter…
Aber es ist klar, „einfach“ kann man nicht verkaufen ….
Das Durchsetzen einer Methode in der Chirurgie benötigt 25 Jahre. Mit der Methode der Lift-Laparoskopie sind wir im 20 Jahr. Also haben wir noch viel Zeit und können durch viele Rückschläge durchwandern.
Ich komme jetzt wieder auf einige Bemerkungen der Kollegen zurück:
Unter dem Punkt:
sagen sie das:
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Warum berichten diese Kollegen nun doch über eine Methode, die sie NICHT anwenden ?
Unter dem Punkt
steht dies:
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Es ist auf keinen Fall zu vergleichen, wenn ein CO2- Gas AKTIV und unter massiven Duck in die Bauchhöhle hineingepresst wird und in jede Zelle durch Durchwanderung der Zellgrenzen eingepresst wird, als wenn ein Gas PASSIV „hineinströmt“. Beim Bauchschnitt strömt Luft auch in die offene Bauchhöhle hinein und macht beim Bauchschnitt doch auch keine Lungenembolien. Zu behaupten, dass die Luft, die also passiv einfliesst mache Embolien, ist barer Unsinn.
Es wird auch kein „Bügel“ oder „Haken“ eingeführt, sondern eine runde und glatte Einheit, die ohne Gewaltanwendung hineingleitet und ohne Verletzungsmöglichkeiten platziert wird.
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Nach diesem Kommentar gehe ich davon aus, dass die Herren Kollegen tatsächlich von einer anderen Technik sprechen, als die bei uns angewendete Methode der Lift-Laparoskopie. Unsere drei Narben sind jeweils 10mm lang und im Gegensatz zu Gas-Laparoskopie, wo die Narben hoch angebracht werden müssen, damit die geraden und überlangen Instrumente eingeführt werden können, tief in den Schamhaaren und damit fast "unsichtbar" liegen.
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Auch hier sprechen die Kollegen von einer völlig anderen Technik. Die von mir entwickelte „Lift-Laparoskopie“ bringt eben KEINE „Zelttechnik“, wie das von den ersten Systemen für die gaslose Laparoskopie, wie sie in den 90 Jahren angewendet wurden, bekannt ist, sondern durch eine sorgsame und sinnvolle Entwicklung ergibt der Abdo-Lift eine gleichmäßige Aufdehnung des gesamten Bauchbereiches und eine IDENTISCHE Übersicht wie beim Operieren mit Gas, gleichzeitig eliminiert der Abdo-Lift aber ALLE Nachteile der Koheldioxid (CO2) – Laparoskopie.
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Bei der Lift-Laparoskopie fließt nicht permanent Luft hinein oder wird mit Druck in einen geschlossenen Raum AKTIV hineingepresst, sondern es strömt anfangs PASSIV etwas Luft hinein, die nach kurzer Zeit erwärmt wird. Durch die sehr kleinen Öffnungen entweicht nicht mehr soviel Luft heraus, so dass im Gegensatz zum Bauchschnitt mit einer großen „Öffnung“, eine “feuchte warme Kammer” entsteht, die in sich abgeschlossen ist und ein körperwarmes, physiologisches Umfeld anbietet.
Im Gegensatz dazu verhindert auch ein Anwärmen von Kohelndioxid-Gas (CO2), die Hypoxie (Sauerstoffmangel der Zellen) als auch die Acidose (Säureanreicherung in den Zellen) NICHT.
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Das ist eine gute Einstellung der Kollegen, die zeigt, dass sie sich Gedanken machen und potentielle lebensbedrohende Gefahren, also den „Blindeinstich” eliminieren. BRAVO ! Aber. Nichtsdestotrotz wird der Blineinstich in den meisten Fällen praktiziert und kann eben, wenn auch selten, doch extrem lebensbedrohende Komplikationen nach sich ziehen
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Das sind alles haltlose Theorien, da die Kollegen keine Daten und keine Erfahrung mit der gaslosen Lift-Laparoskopie haben.
Im Übrigen haben ebenfalls auch wir die 20-fache Bildvergrößerung, denn wir kombinieren die Techniken und suchen uns AUS BEIDEN (Bauchschnitt und Bauchspiegelung) natürlich DAS BESTE raus !
Vielen Dank für Ihre Kommentare !
(*) Molinas CR, Tjwa M, Vanacker B, Binda MM, Elkelani O, Koninckx PR.
Role of CO(2) pneumoperitoneum-induced acidosis in CO(2) pneumoperitoneum-enhanced adhesion formation in mice.
Fertil Steril. 2004 Mar;81(3):708-11.
Molinas CR, Binda MM, Carmeliet P, Koninckx PR.
Role of vascular endothelial growth factor receptor 1 in basal adhesion formation and in carbon dioxide pneumoperitoneum-enhanced adhesion formation after laparoscopic surgery in mice.
Fertil Steril. 2004 Oct;82 Suppl 3:1149-53.





